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BKV-Newsletter vom 24. September 2021


Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Kunststoff- und Chemieindustrie werden die Stimmen lauter, die eine Anerkennung des chemischen Recyclings neben den werkstofflichen Verfahren im Verpackungsgesetz fordern. So haben der VCI, DECHEMA und PlasticsEurope Deutschland forschungspolitische Empfehlungen formuliert, damit chemische Verfahren wie die Pyrolyse zum industriellen Maßstab weiterentwickelt werden können. Auch die Forscher des Fraunhofer-Clusters CCPE sehen im chemischen Recycling eine Komplementär-Technologie, die helfen könnte, möglichst viele Kunststoffe im Kreislauf zu führen. Die Kunststoffrecycler dagegen befürchten,wie Sie in unserer heutigen Presseschau lesen können, dass die Akteure der Kunststoffindustrie sich nicht mit den aus ihrer Sicht für chemische Verfahren geeigenten, schwer mechanisch zu recycelnden Abfällen befassen werden und werfen ihnen "Greenwashing" vor. Wie die am kommenden Sonntag zu wählende künftige Bundesregierung sich zum chemischen Recycling positionieren wird, ist so spannend wie es abzuwarten bleibt.

Eine interessante Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht 
Ihre BKV


Presseschau 17.09.2021 - 23.09.2021

Chemisches Recycling: „Greenwashing“ oder wichtiger Baustein im Kreislauf?
In der Fachpresse finden sich eine Reihe von Berichten mit unterschiedlichen Stimmen dazu, ob chemisches Recycling neben dem mechanischen Recycling im Verpackungsgesetz anerkannt werden sollte. Der Kunststoffindustrie, die eine Anerkennung fordere, werfe der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung „Greenwashing“ vor. Über große Aufregung und die Sorgen der Kunststoffrecycler hinsichtlich der Pläne der EU, ihre Beihilfen zu streichen und statt des werkstofflichen Recyclings künftig die chemische Behandlung von Kunststoffabfällen zu fördern, berichtet auch das Manager-Magazin.
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Rezyklatanteile in Kunststoffverpackungen
Die EU-Kommission arbeite derzeit in Verbindung mit der Novelle der Verpackungsrichtlinie an einem Vorschlag zu verbindlichen Rezyklateinsatzquoten für Verpackungen, wie Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius im Interview mit Recyclingnews bestätige. Der Erzeugerverband PlasticsEurope befürworte laut eines Berichts bei Euwid die Pläne und fordere erneut wie für Kunststoffflaschen einen verbindlichen Rezyklatanteil von 30 Prozent bis zum Jahr 2030 einzuführen.
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Aktuelle Meldungen



Ab Oktober soll der neue DIN-Standard DIN SPEC 91446 für die Klassifizierung von Kunststoffrezyklaten in Kraft treten.
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Kunden des dualen Systems Zentek können sich finanziell daran beteiligen, das mehr als 63 Prozent der Kunststoffverpackungen werkstofflich recycelt werden.
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Nestlé, Papier Mettler und der Grüne Punkt haben eine LDPE-Schrumpffolie entwickelt, die zur Hälfte aus Rezyklaten bestehen soll.
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Ulrich Reifenhäuser und Guido Frohnhaus wurden einstimmig als neue Mitglieder in den Verwaltungsrat des SKZ-Kunststoff-Zentrums gewählt.
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Service

BKV-Report 2020/2021
Der aktuelle Report des Thinktanks der deutschen Kunststoffindustrie bietet neben Informationen über Studienergebnisse auch Einschätzungen von Expertinnen und Experten. Der Bericht liegt in Deutsch und in Englisch vor. Zur deutschen Version geht es hier.
BKV-Studien
z.B. der Bericht „Kunststoffe in der Umwelt“, der den Eintrag und den Verbleib von Kunststoffabfällen in die terrestrische sowie aquatische Umwelt abbildet.
Darüber hinaus erhalten Sie hier einen Überblick, welche kostenpflichtigen Studien Sie bestellen können und welche weiteren kostenfreien Berichte zum Download bereit stehen.
BKV-Studien
z.B. das „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2019“, das auch den Rezyklatanteil in der Kunststoffverarbeitung ausweist, können Sie hier in der kostenpflichtigen Langfassung bestellen oder als kostenfreie Kurzfassung downloaden.
BKV-Studien
z.B. die aktuelle Studie „Kunststoffrelevante Abfallströme in Deutschland 2019“, mit der die BKV eine Analyse erstellen ließ, in der auch Abfallströme identifiziert wurden, die bislang für eine werkstoffliche Verwertung nicht genutzt werden, können Sie hier in der kostenpflichtigen Langfassung bestellen oder als kostenfreie Kurzfassung downloaden.
BKV-Studien
z.B. die aktuelle Studie zur Marktsituation von Kunststoffrezyklaten: „Potenzial zur Verwendung von Recycling-Kunststoffen in der Produktion von Kunststoffverpackungen in Deutschland (GVM)". Eine kostenfreie Kurzfassung sowie Bestellmöglichkeit der Langfassung finden Sie hier.
BKV-Studien
z.B. die Studie „Thermal Processes for Feedstock Recycling of Plastics Waste“, die sich mit der Frage auseinandergesetzt hat, unter welchen Randbedingungen kunststoffrelevante Abfallströme, die heute nicht werkstofflich verwertet werden, rohstofflich verwertet werden könnten. Eine kostenfreie Kurzfassung sowie Bestellmöglichkeit der Langfassung (beides in Englisch) finden Sie hier.
Marine Litter Newsletter
Ein spezieller Newsletter der BKV bietet drei bis vier Mal im Jahr Informationen zum aktuell viel beachteten Thema Vermüllung der Meere. Der Newsletter berichtet nicht nur über die Projektarbeit der BKV und ihrer Partner, sondern auch über weitere Studien und Projekte. Zu mehr Information, Archiv und Anmeldung gelangen Sie hier.

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Kontakt
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uli.martin(at)bkv-gmbh.de
Tel: +49 2642 903 45 50


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