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Land-Sourced Litter

Wie können Kunststoffabfälle im Meer vermieden werden?






Newsletter Juni 2021

Sehr geehrter Herr Martin,

der Blick von Wissenschaft und Forschung auf das Thema Marine Litter hat sich seit einiger Zeit erweitert. Man schaut nicht mehr nur auf das, was im Meer oder am Strand landet, sondern auch auf das, was auf welchen Wegen in Böden und Binnengewässern eingetragen wird, was dort verbleibt und was schließlich dann doch im Meer ankommt. Diesem erweiterten Blick trägt nun auch das BKV-Modell „Vom Land ins Meer“ Rechnung, das mit dem Bericht „Kunststoffe in der Umwelt“ genau diese Erweiterung erfährt. Mehr darüber erfahren Sie in diesem Newsletter.

Weiterhin bleibt der Teilbereich Mikroplastik im Fokus der Forschung, so etwa wie die Partikel gemessen werden können, woher sie stammen und welche Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie auch auf den Menschen sie möglicherweise haben. So finden Sie unter der Rubrik „Forschung und Wissenschaft“ unseren Bericht über eine neue Studie, die erstmals in einem Langzeit-Laborversuch so gut wie keine negativen Auswirkungen auf Miesmuscheln nachweisen konnte. Die Studie zeigt, dass die Mühe lohnt, der Sache auf den Grund zu gehen, um ein klareres Bild von der in einigen Medien verkündeten angeblichen Bedrohung zu bekommen und eventuellen Vorurteilen Fakten entgegenzusetzen.

Auch zur Frage der Messmethoden finden Sie wieder einige Informationen in unserem Marine Litter Newsletter. Sehr lesenswert in dem Zusammenhang ist, was Dr. Claus Gerhard Bannick vom UBA im Interview zum Stand der Bemühungen um Standardisierung der Mikroplastik-Analytik zu sagen hat.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und bereichernde Lektüre und freuen uns, wenn unsere Informationen für Sie hilfreich sind. Darüber hinaus wünschen wir Ihnen einen tollen Sommer. Bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlich

BKV GmbH
FCIO Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
PlasticsEurope Deutschland e.V.
VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. - Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen


BKV-Projekte

Studie „Kunststoffe in der Umwelt"

Die im April veröffentlichte Studie ist eine Weiterentwicklung des BKV-Modells „Vom Land ins Meer“. Der Bericht reflektiert die Diskussion in der Fachwelt, die inzwischen von der alleinigen Fokussierung auf Einträge von Kunststoffen in die Meere weggeht und den umfassenderen Blick auf die Einträge und den Verbleib von Kunststoffen in die Umwelt fordert. Mit dem Bericht entsteht nun ein ganzheitliches Bild zu den Einträgen und dem Verbleib von Kunststoffabfällen in der aquatischen und terrestrischen Umwelt.

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Marokko

Aus Forschung und Wissenschaft

Langzeitwirkung von Mikroplastik auf Miesmuscheln

Ein Team des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel hat in einem Laborexperiment junge Miesmuscheln über einen Zeitraum von 42 Wochen verschiedenen Konzentrationen von Mikroplastik ausgesetzt. Die Ergebnisse – kürzlich in „Science of the Total Environment“ veröffentlicht – sind überraschend: Die Studie zeigt nach Angaben der Autorinnen und Autoren, dass die Miesmuscheln auch über einen längeren Zeitraum kaum von Mikroplastik im Wasser beeinträchtigt werden.
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Marokko

Schiffslacke als bedeutende Quelle für Mikroplastik

Mikropartikel in der südlichen Nordsee stammen überwiegend aus Farben und Lacken von Schiffsrümpfen. Das hat eine Studie des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg ergeben. Diese bietet nach eigenen Angaben erstmals einen Überblick über die Mikroplastik-Verteilung in der Nordsee. Das Forscherteam um Dr. Barbara Scholz-Böttcher fand vor allem Kunststoffpartikel, die Bindemitteln von Schiffsanstrichen entstammen. Als Quelle sollen sie eine ähnliche Bedeutung haben wie der Reifenabrieb an Land. Das Ergebnis legt nahe, dass deutlich mehr Mikroplastik auf dem offenen Meer entsteht als bislang vermutet. 

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Marokko

Mikroplastik in der Ostsee – neuer Monitoringansatz

Ein internationales Team um Gerald Schernewski vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) hat auf der Grundlage existierender Daten und Sekundärliteratur berechnet, wie viele Partikel der am häufigsten genutzten Kunststoffe der Größe zwischen 0,02 bis 0,5 Millimeter aus urbanen Quellen in die Ostsee gelangen und wie sie sich dort verhalten. Die Ergebnisse bieten nach Einschätzung des Teams gute Ansätze für ein effizientes Monitoring wie auch für Reduktionsmaßnahmen.

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Marokko

Interview

Auf dem richtigen Weg zur internationalen Standardisierung

Aus Anlass der Abschlusskonferenz des Förderschwerpunktes „Plastik in der Umwelt“, bei dem sich mehrere Verbundprojekte auch mit Modellierungen und Messmethoden zur Analyse der Kunststoffeinträge in Böden und Gewässer befasst haben (s. dazu unseren Bericht), haben wir einen Fachmann, der es wissen muss, zur Einordnung der Ergebnisse und zum Stand bei der Standardisierung der Messmethoden befragt: Dr. Claus Gerhard Bannick ist Fachgebietsleiter Abwassertechnikforschung beim deutschen Umweltbundesamt (UBA).

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Marokko

Aus Politik und Wirtschaft

Lösungsansätze für weniger Plastik in der Umwelt

Über drei Jahre lang haben Fachleute unterschiedlicher Disziplinen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in 20 Verbundprojekten zum Forschungsschwerpunkt des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung, „Plastik in der Umwelt – Quellen – Senken – Lösungsansätze“ geforscht. Am 20. und 21. April fand nun die Online-Abschlusskonferenz statt, bei der laut BMBF zahlreiche Ansatzpunkte in den Bereichen Produktion, Recycling und Abfallmanagement diskutiert worden seien. Doch auch Lösungsansätze für den Handel und die Nutzungsphase von Kunststoffprodukten sowie nicht zuletzt auch für die Abwasserreinigung kamen zur Sprache.

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Marokko

News

Forschungsnetzwerk gegründet

Unter Leitung des Augsburger Geographen Prof. Peter Fiener ging im März ein Forschungsnetzwerk, das die Belastung landwirtschaftlich genutzter Böden mit Makro- und Mikroplastik untersuchen soll, an den Start: das "EU Innovative Training Network". Mit diesem Programm will die EU eine neue Generation innovativer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler fördern.

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Marokko

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